Von Harti (der von Party2hearty) 23:25, 19. Sep. 2008 (CEST) - selbst fotografiert, Bild-frei, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3853775
Von Harti (der von Party2hearty) 23:25, 19. Sep. 2008 (CEST) - selbst fotografiert, Bild-frei, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3853775
Diese Frage stellte sich für die CDU-Bezirksratsfraktion Linden-Limmer und konnte den Bezirksrat mit ihrer Idee überzeugen. Jetzt soll die Region Hannover prüfen, inwiefern ein Tunnel sinnvoll wäre.


Der Hintergrund

Die Limmerstraße in Linden-Nord ist eine charmante und belebte Straße mit diversen anliegenden Geschäften. Der Ursprungsplan sieht vor, dass drei Hochbahnsteige erstellt werden sollen, um den öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten.

Prinzipiell eine gute Idee. Dennoch sind die geplanten Hochbahnsteige ein Ärgernis für viele Anwohner, da so die Atmosphäre der relativ engen Straße verloren ginge. Es wird weiterhin befürchtet, dass sich das schon jetzt hohe Unfallrisiko noch weiter erhöhe. Insbesondere die Gewerbetreibenden lehnen die riesigen Hochbahnsteige ab, da sie vermuten, dass durch für den Umbau notwendige Absperrungen über mehrere Jahre Kundschaft ausbliebe und damit sogar die Existenz von Unternehmen bedrohe.

Die Idee
Die CDU-Bezirksratsfraktion Linden-Limmer hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres einen Antrag in den Bezirksrat eingebracht, welcher Ende Januar 2019 mit 14 Stimmen dafür, 3 Stimmen dagegen und 2 Enthaltungen angenommen wurde. In diesem Antrag wird die Region Hannover dazu aufgefordert, zu prüfen, ob ein „ein Tunnel unter der Limmerstraße von der Spinnereistraße bis zum Westschnellweg technisch möglich, finanzierbar und wirtschaftlich darstellbar wäre.“

Grundsätzlich erhoffe man sich, dass eine unterirdische Lösung die unübersichtliche Verkehrssituation in der Limmerstraße deutlich verbessern werde. Eine oberirdische Entlastung würde hier zusätzlichen Raum für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Durch Zuschüsse von Land und Bund gehe man davon aus, dass die Kosten für die Stadt relativ gering seien. Durch eine spätere Anbindung an das Neubaugebiet Wasserstadt könnte sich der Tunnel womöglich sogar in Zukunft rechnen.

Die Reaktionen
Schon am Tag nach der Behandlung im Bezirksrat reagierte die Region abwehrend auf den Antrag und bezweifelte jegliche Wirtschaftlichkeit. Eine Bewertung nach einer intensiven Prüfung des Antrags erfolgte augenscheinlich nicht.

Rückendeckung erfährt die CDU-Bezirksratsfraktion Linden-Limmer hingegen aus der CDU-Stadtratsfraktion: „Wir dürfen hier nicht allein die Wirtschaftlichkeit im Blick haben“, erklärt Jens Seidel, CDU-Fraktionsvorsitzender. „Wir würden auf diese Weise Aufenthaltsqualität auf der Limmerstraße schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern und den Gewerbetreibenden zu Gute käme. Mir ist auch nicht ersichtlich, warum Argumente, die seinerzeit für die Untertunnelung der Lister Meile oder der Marienstraße gesprochen haben, für die Limmerstraße nicht gelten sollten.“ Schon bei der Debatte um die D-Linie setzte sich die CDU für die unterirdische Variante ein, konnte sich aber nicht durchsetzen. Die Probleme des oberirdisch verlaufenden Verkehrs verdeutlichen, dass dies die falsche Entscheidung der Stadtspitze war.

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