CDU: DIE STADTSPITZE MISSACHTET SYSTEMATISCH DIE RECHTE DES RATES

„Die am 24. August öffentlich gewordene Ausschreibung für die Anmietung eines neuen Standortes für das Stadtarchiv und das Zentraldepot der hannoverschen Museen ist eine Frechheit“, sagt Sebastian Marski, stellvertretender kulturpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Es kann nicht sein, dass auf diese Art und Weise auf Jahrzehnte Fakten an den Ratsgremien vorbei geschaffen werden.“


Die CDU-Ratsfraktion hatte bereits vor der Sommerpause eine Akteneinsicht in alle bei der Stadtverwaltung vorhandenen Unterlagen zur Verlegung des Stadtarchivs, deren Gründe und zur Anmietung von Räumlichkeiten für ein Zentraldepot beantragt, die Anfang August stattgefunden hat.

„Zudem steht noch immer eine Expertenanhörung zum gleichen Thema aus, die wir ebenfalls vor den Ratsferien beantragt hatten“, erläutert Marski. „Die Veröffentlichung der Ausschreibung zum jetzigen Zeitpunkt macht ein Anhörung nunmehr zu einer Farce. Den Ratsgremien wird jede Möglichkeit genommen, sinnvoll über das Für und Wider der angestrebten Lösung zu debattieren.“

Und Bedenken gebe es in Expertenkreisen durchaus, so der CDU-Mann. „Unabhängig davon, ob ein angemietetes Objekt für das Gedächtnis der Stadt die ideale Lösung ist, haben die unterschiedlichen künftigen Nutzer unterschiedliche Ansprüche an so eine Immobilie. Ich möchte kein zweites Rathauskontor erleben, wo ein Schnellschuss kostenintensiv nachgebessert werden musste“, sagt Marski. Zudem sei der Zeithorizont doch sehr ambitioniert. „30 Tage für die Abgabe eines Angebotes für ein derart anspruchsvolles Projekt, das eine verwaltungsinterne Lösung auf Jahre zementiert, wer soll sich da melden? Oder gibt es längst einen Interessenten, mit dem man sich bereits handelseinig geworden ist“, fragt Marski zum Abschluss.

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