CDU: AUS DER CEBIT IST SCHLAG IN DIE MAGENGRUBE DER GESAMTEN WIRTSCHAFTSREGION!

Die Entscheidung des Vorstandes der Deutsche Messe AG die ehemals weltgrößte Computermesse CEBIT ab sofort einzustellen, kam für die CDU-Ratsfraktion völlig überraschend: „Manche Ereignisse werden erträglicher, wenn man eine Nacht drüber schläft. Das Aus für die CEBIT gehört nicht dazu. Dieses abrupte Ende kam dann doch aus heiterem Himmel. Ein Schlag in die Magengrube für den Wirtschaftsstandort Hannover, die gesamte Wirtschaftsregion und auch die Bundesrepublik Deutschland insgesamt“, stellt Jens Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, fest.


Bereits seit 2001, als die CEBIT ihr Rekordjahr hatte, gingen die Aussteller- und Besucherzahlen immer weiter zurück. Der letzte Versuch, die CEBIT in den Sommer zu verlegen und ihr mehr Eventcharakter zu verleihen, führte zu keiner Wiederbelebung.

„Scheinbar waren die Verantwortlichen nicht in der Lage den bisherigen Markenkern der CEBIT in das heutige Zeitalter zu transformieren. Die wichtigste Digitalveranstaltung hat es nicht geschafft, sich selbst ins digitale Zeitalter zu transformieren. Es mag richtig sein, dass Digitalisierung heute kein Spezialthema, sondern ein Querschnittsthema ist. Insofern sehe auch ich einen Zusammenhang, dass dies Thema heute Bestandteil jeder Fachmesse sein kann. Dennoch gibt es weltweit erfolgreiche digitale Veranstaltungen, nur Hannover schafft es nicht, sich zu entwickeln,“ erläutert Seidel.

Der Ansatz, das IT-Thema künftig stärker auf der Hannover-Messe zu platzieren und kleinere Digitalmessen und Business-Events zu entwickeln, kann erfolgreich werden. Dennoch sind mit diesem abrupten Ende viele Ungewissheiten verbunden.

 „Ich frage mich ob wir – und damit meine ich die Deutsche Messe AG, Wirtschaft sowie Landes- und Kommunalpolitik – wirklich alles getan haben, um ein solches Ende zu verhindern. Die Marke „CEBIT“ ist seit Jahrzehnten untrennbar mit dem Standort Hannover verbunden. Stehen die mediale Aufmerksamkeit für das Ende der CEBIT wirklich im Verhältnis zum erwarteten finanziellen Unternehmensergebnis? Haben sich die Gesellschafter im Vorfeld intensiv mit den Auswirkungen auseinandergesetzt? Auch wenn es eine Entscheidung „nur“ des Vorstandes der Deutschen Messe AG ist, bedeutet es einen Imageschaden für den Standort in jedem Fall. Wir müssen uns daher sehr genau überlegen, wie wir diesen Verlust kompensieren und wie wir mit der Weiterentwicklung umgehen. Dies ist eine wesentliche Frage an die Gesellschafter und damit auch an die Stadtpolitik“, so Seidel abschließend.

Diese Meldungen könnten Sie ebenfalls interessieren...
Inhaltsverzeichnis
Nach oben