CDU: Rettungsschirm für Sportvereine ist reine Schaufensterpolitik

„Der geplante Rettungsschirm ist – so gut gemeint er in der Sache sein mag – nichts als reine Schaufensterpolitik für die Galerie“, sagt Thomas Klapproth, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.


„Dass sich die Ratsfraktion der SPD hier vor den Karren eines Profilierungsversuches der Partei spannen lässt, erstaunt mich schon sehr.“

 

Der geplante Rettungsschirm von 300.000,- Euro aus Mitteln der Sportraumentwicklungsplanung werfe mehr Fragen auf, als er auf der anderen Seite wirkliche Probleme löse. „Ich habe erhebliche Zweifel, ob eine Verwendung dieser verplanten Mittel zum angedachten Zweck überhaupt zulässig ist. Zudem stellt sich die Frage, was mit den Maßnahmen, für diese Mittel im Haushalt eigentlich vorgesehen waren passieren soll. Verteilt man jetzt kleinteilig auf mehrere Vereine und auf der anderen Seite müssen dieselben oder andere Vereine dann auch die Umsetzung anderer Maßnahmen verzichten? Plant man also ein Vorgehen nach dem Motto linke Tasche an rechte Tasche“, fragt Klapproth. Darüber hinaus sei auch das angedachte Verfahren völlig unklar. „Will man nach dem Windhundverfahren zu dem Preis vorgehen, dass der Großteil der Vereine dann doch in die Röhre schaut? Dass wäre dann allerdings keine wirkliche Hilfe. Auch eine mögliche Bevorzugung größerer oder wohlhabenderer Vereine scheint mir nicht mit der Gerechtigkeit vereinbar, die die SPD sonst so gerne propagiert.“

 

„Hilfe und Unterstützung für die hannoverschen Vereine ist richtig und wichtig. Dann aber bitte in einer Weise, die nicht auf billige Art und Weise Applaus heischt und nur dem Zweck dient, die SPD als vermeintlichen Retter des hannoverschen Sports zu präsentieren“, meint der sportpolitische Sprecher und ergänzt: „Ein konzertiertes Vorgehen, das die Sportvereine und ihre Spitzenverbände einbindet und ein transparentes Verfahren, dass Kosten und mögliche Einschnitte an anderer Stelle klar benennt wäre hilfreicher und vor allem glaubwürdiger. Ein neu aufzulegender, entsprechend auszustattender Fonds könnte hier wohlmöglich eine Alternative sein.“

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