CDU FORDERT VERSTÄRKUNG DER BEMÜHUNGEN UM EINE ADÄQUATE PFLEGE

„Bereits im Juli hatten die Ereignisse im Pflegeheim an der Hilde-Schneider-Allee meine Fraktion und mich betroffen gemacht“, so Jens Seidel, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion Hannover. „Eine neue Studie der Medizinischen Hochschule Hannover belegt nun eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet: Immer mehr Menschen sterben im Heim.“


Diese Entwicklung zwinge dazu, dass Thema der Versorgung und Betreuung im Alter noch stärker in den Blick zu nehmen. Seidel weiter: „Bundespräsident Heinemann hat einmal gesagt, man erkenne den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt. Das sind Kinder, körperlich, geistig oder seelisch eingeschränkte Personen und eben alte Menschen.“ Auch die Landeshauptstadt, als Träger eigener Einrichtungen und vor allem als die Heimaufsicht führende Stelle sei hier gefordert. „Jenseits von Fachkräftemangel und Rahmenbedingungen, die auf kommunaler Ebene nur eingeschränkt oder gar nicht zu lösen sind, gibt es auch in der Altenpflege schwarze Schafe. Diese müssen wir aufspüren und bestehende Missstände abstellen. Das ist auch meine Erwartung an die zuständige Dezernentin und ihre Fachbereiche.“

Es sei klar, dass die gesamte Problematik eine immense Dimension habe. „Das geht schon damit los, dass sich niemand von uns gern mit seiner eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzt und das Thema daher gerne ausklammert“ so Seidel. Wahlentscheidend sei es daher wohl nicht und somit auch noch viel zu wenig im Fokus. „Wir schulden es aber unserer alten und hochbetagten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, dass wir ihre Lebensleistung auch durch eine vernünftige Versorgung würdigen. Was an Kontrolle dazu nötig ist, muss auch mit der gebotenen Konsequenz durchgeführt werden. Fälle wie jener aus dem Sommer müssen in Hannover der Vergangenheit angehören.“

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