Bau des neuen Schauhauses im Berggarten verteuert sich um acht Millionen Euro

Ungenaue Planung führt zu Kostenexplosion

Wie die Stadtverwaltung am Freitag im Kulturausschuss mitteilte, werden sich die Baukosten für das neue Schauhaus im Berggarten fast verdreifachen: Noch 2018 waren fünf Millionen Euro eingeplant, nun sollen es insgesamt satte 13 Millionen Euro werden. Für die CDU ein unhaltbares Versagen der Verwaltung.

„Ich bin geschockt von der neuen Kalkulation, die uns nun vorgelegt wurde. Wie kann es sein, dass noch vor sechs Jahren von knapp fünf Millionen Euro Baukosten die Rede war und nun plötzlich eine Kostensteigerung um acht Millionen Euro auf den Tisch gelegt wird? Mir fehlt dafür jegliches Verständnis“, so Jens Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Hinzu kommt, dass im Jahr 2018 von einer Kostenbegrenzung auf maximal 4,85 Millionen Euro die Rede ist. Die Verwaltung hält sich mit der nun vorgelegten Kalkulation nicht an ihre eigenen Beschlüsse. „Die Argumentation der Stadt, dass Stahlpreise und allgemeine Baukosten gestiegen seien, lasse ich nicht gelten. Und bei der jetzt geplanten Dreifachverglasung frage ich mich, warum sie nicht direkt schon in der ersten Kostenschätzung und der Ausschreibung berücksichtigt wurde?“, so Seidel weiter.

Letztendlich für die gestiegenen Kosten aufkommen müssen die Besucherinnen und Besucher des Berggartens. Ein Skandal in den Augen der CDU-Fraktion: „In den Ratsgremien wurden in der Vergangenheit anscheinend vollkommen realitätsfremde Zahlen vorgelegt. Eine Erhöhung der Ticketpreise ist mit uns in dieser Form nicht zu machen.“

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