Neubau der Dornröschenbrücke: CDU fordert Behelfsbrücke

Die Dornröschenbrücke, die die Nordstadt mit Linden verbindet, muss in gut einem Jahr neu gebaut werden. Der Neubau soll zwischen dem 2. Quartal 2022 und 4. Quartal 2023 andauern, sodass eine Leinequerung für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Dabei ist die verkehrliche Bedeutung unbestritten: Einer Zählung zufolge queren allein 5.600 Radfahrer täglich die Brücke. Die CDU-Ratsfraktion fordert während des Neubaus eine Behelfsbrücke einzurichten.


Für Radler und Passanten wäre der Umweg über die Schwanenburgbrücke und die Justus-Garten-Brücke unzumutbar. Baulich sind diese nicht für das zusätzliche Verkehrsaufkommen ausgelegt und würden auch aufgrund ihrer Lage zu erheblichen Umwegen führen. Auch denkbare Alternativen sind schwierig: Der Ausbau der Justus-Garten-Brücke oder auch der Bau einer benachbarten zusätzlichen Brücke für den Radverkehr dürfte allerdings binnen dieser kurzen Zeit schlechterdings nicht möglich sein. Planung und Bau müssten dann, um vor dem Neubau der Dornröschenbrücke fertig zu sein, innerhalb von einem Jahr erfolgen. Dies wäre sicherlich wünschenswert, ist aber kaum zu machen.

Der Gremienbeschluss zum Neubau der Dornröschenbrücke steht noch aus. Die Möglichkeit einer Behelfsbrücke wurde vom Baudezernenten im Bauausschuss angesprochen und als machbar dargestellt, allerdings mit Zustimmung des Ampel-Bündnisses verworfen.

Dieses Vorgehen kann der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens Seidel, nicht nachvollziehen:

„In einem Antrag fordern wir, bei den weiteren Planungen des Neubaus der Dornröschenbrücke eine Behelfsbrücke aufzunehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies noch sehr gut möglich, so hat die Verwaltung eine Behelfsbrücke als prinzipiell machbar dargestellt. Wer die Lage vor Ort kennt, weiß, dass eine Alternative notwendig ist.

Es ist schon ein starkes Stück, dass sich die Stadtspitze unter grüner Leitung und das Ampel-Bündnis gegen eine Ersatzbrücke aussprechen. Dabei handelt es sich bei der Dornröschenbrücke um eine elementare Radfahrer- und Fußgängerbrücke. Schon jetzt ist erkennbar, dass die Schwanenburgbrücke und die Justus-Garten-Brücke vom zusätzlichen Verkehrsaufkommen überlastet werden. Radfahrer und Fußgänger scheinen dem grünen Oberbürgermeister und der Ampel-Mehrheit im Rat egal zu sein. Auch die Meinung vor Ort wird wieder einmal vom Tisch gefegt. Insgesamt ein fatales Signal für die Mobilität in unserer Stadt.“

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