Die CDU-Ratsfraktion hat sich für den Bienenschutz in der Landeshauptstadt stark gemacht. Die Bewahrung der Schöpfung gehört für uns Christdemokraten seit jeher zu unseren Kernthemen. Nach dem Grundsatz der Subsidiarität ist jeder dazu aufgefordert, seinen Beitrag zu diesem großen Ziel zu leisten. So sind auch die Kommunen in ihrem Zuständigkeitsbereich Träger dieser Verantwortung. Vor diesem Hintergrund hat die CDU-Ratsfraktion durch ihren umweltpolitischen Sprecher, Maximilian Oppelt, bereits im vergangenen Jahr einen Antrag in die Ratsgremien eingebracht, der die Verwaltung auffordert die Zusammensetzung der jährlich angelegten öffentlichen Blumenwiesen zur Förderung der Bienen zu verbessern. Dazu sollen zum Beispiel auch robuste Arten, die nicht nur ein Frühjahr überdauern, beigemischt werden. Darüber hinaus sollten, nach dem Willen der Umweltpolitiker, die beigemischten Gräserarten dahingehend ausgesucht werden, dass sie wenig Konkurrenzdruck auf die anderen Pflanzen ausüben und in geringer Menge beigemischt werden.


Bienen sind für unser Ökosystem unersetzlich


Manch einen mag ein solcher Antrag aus der Feder der CDU zunächst überrascht haben. Gerade 2018 dürfte aber auch jedem deutlich geworden sein, welche Bedeutung Bienen und anderen Insekten in unserem Ökosystem zukommen. Nicht zuletzt, weil doch selbst die Bundeskanzlerin das Thema in einer Regierungserklärung besonders herausgestellt hatte. Bienen sind für uns Menschen von enormer Bedeutung: Sie bestäuben Pflanzen und ermöglichen so, dass diese sich vermehren. Ohne Honig- und Wildbienen würde der Anbau von Obst- und Gemüsepflanzen nicht funktionieren und das gesamte Ökosystem würde zusammenbrechen. Im Stadtgebiet werden deshalb jährlich auf einigen öffentlichen Flächen Blumenwiesen angelegt, um Bienen, Hummeln und anderen Insekten ein möglichst vielfältiges Nektarangebot zu bieten, an dem es in der Stadt sonst oft mangelt. Nach relativ kurzer Zeit werden jedoch die blühenden Kräuter in den Blumenwiesen von den mitgesäten Gräsern überwuchert und verschwinden schließlich. Die Flächen sind nach diesem Prozess für die zweite Brut der Bienen nicht mehr geeignet. Entscheidend ist deshalb, dass ein nachhaltiges ganzjähriges Angebot an Pflanzen, die die Ernährung der Bienenvölker sichern können, vorhanden ist.

CDU-Antrag einstimmig angenommen

Die CDU sah hierin eine Möglichkeit für die Stadt, mit vergleichsweise wenig Aufwand einen wichtigen Beitrag zu leisten. Dieser Argumentation konnten sich auch die anderen Ratsfraktionen nicht entziehen: Einstimmig beschlossen der Umwelt- und der Verwaltungsausschuss unseren Antrag – zum Wohle der hannoverschen Bienen damit es auch weiterhin summt und brummt in unserer Stadt.

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