CDU-Ratsfraktion Hannover

Wir kritisieren die massiven Preiserhöhungen bei Fernwärme

Enercity hat angekündigt, die Bezugspreise für Fernwärme in der Landeshauptstadt Hannover um bis zu 20% anzuheben.Wir üben scharfe Kritik an dem abermaligen Anstieg der Bezugspreise für Fernwärme. In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für Fernwärme bereits um 40 Prozent gestiegen.

„Es muss Schluss sein damit, dass Enercity immer weiter an der Preisschraube dreht. Die Preis-Steigerungen in den letzten fünf Jahren sind brutal für Verbraucher und Unternehmen", so unser umweltpolitischer Sprecher, Maximilian Oppelt.

Es ist ganz offensichtlich so, dass die grün-rote Stadtspitze gemeinsam mit Enercity erst den Anschluss- und Benutzungszwang eingeführt hat und dann mit Hilfe des Monopols auf Fernwärme die Kunden mit immer neuen Erhöhungsrunden kräftig zur Kasse bittet. Wir haben frühzeitig vor einer solchen Entwicklung gewarnt und fordern weiterhin die Abschaffung des Anschluss- und Benutzungszwangs im Fernwärmesatzungsgebiet.

"Die Fernwärme ist auch deutlich teurer als die Preise für Gas, obwohl Enercity immer versprochen hatte, dies werde nicht der Fall sein. Denn der Vergleichsmaßstab, den Enercity offenbar bei Gas anlegt, führt in die Irre, da man die Fernwärme mit dem teuren Gas-Grundversorgungstarif vergleicht, den kein Gas-Kunde freiwillig wählt", stellt Oppelt klar.

Grün-Rot und Enercity verteuern das Wohnen in Hannover damit einmal mehr. Die Nebenkosten steigen massiv und die Preiserhöhungen fallen in eine Zeit, in der die Privathaushalte in der Landeshauptstadt Hannover durch eine allgemeine Verteuerung der Lebensunterhalts-, Material- und Energiekosten finanziell arg belastet sind. Auch Unternehmen als Kunden werden hierdurch massiv belastet und das Produzieren und Wirtschaften in Hannover wird immer teurer. Als kommunaler Energieversorger steht Enercity zudem in der Verantwortung, die Energiepreise sozialgerecht zu gestalten. Dieser Verantwortung wird das Unternehmen aktuell nicht gerecht.

"Für die Bürgerinnen und Bürger von Hannover kann Fernwärme nur dann eine Alternative zur Wärmeversorgung mit Gas und Öl sein, wenn sie bezahlbar bleibt. Zu meinem Bedauern entwickeln sich die Preise in eine andere Richtung", so Oppelt weiter. Zudem ist die hannoversche Fernwärme trotz aller Investitionen in die Energieinfrastruktur bis heute nicht zu 100 Prozent klimaneutral. Wir lehnen Preissteigerungen für den Bezug von Fernwärme jedoch ab, bis nicht wenigstens dieses Ziel tatsächlich erreicht ist.