CDU-Ratsfraktion Hannover

Wir kämpfen für Volkswagen in Stöcken

Angesichts der Diskussionen um die Zukunft des Volkswagen-Werks in Hannover-Stöcken fordern wir ein entschlossenes Eintreten für den Standort und die dortigen Arbeitsplätze. Für unseren Vorsitzenden, Felix Semper, steht fest: Die Landeshauptstadt darf sich mit einem möglichen Aus für den Standort nicht abfinden.

„Wir werden für Volkswagen in Stöcken und um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Das Werk gehört zu Hannover. Es steht für industrielle Wertschöpfung, gut bezahlte Arbeitsplätze und eine jahrzehntelange Verbundenheit zwischen Volkswagen und unserer Stadt. Ein Verlust dieses Standorts wäre ein industriepolitischer Einschnitt für Hannover und die gesamte Region", so Semper.

Die aktuelle Situation ist nicht allein auf Fehlentscheidungen des Volkswagen-Managements zurückzuführen. Sie ist auch Ausdruck wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen, die insbesondere energieintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen zunehmend unter Druck setzten.

Natürlich hat das Management bei Volkswagen Fehler gemacht und muss dafür Verantwortung übernehmen. Wer die Debatte darauf reduziert, macht es sich aber zu einfach. Seit Jahren versuchen insbesondere die Grünen, gleichzeitig die Automobilindustrie und den Energiesektor in einem enormen Tempo umzubauen. Steigende Energiepreise, immer neue Vorgaben und fehlende Planungssicherheit treffen auf einen ohnehin tiefgreifenden technologischen Wandel. Transformation kann nur funktionieren, wenn Unternehmen wirtschaftlich stark genug sind, sie auch zu bewältigen. Wer sie mit der Brechstange erzwingen will, gefährdet am Ende genau die Industriearbeitsplätze, die wir für diesen Wandel brauchen.

"Oberbürgermeister Belit Onay und die für Wirtschaft zuständigen Verantwortlichen im Rathaus haben Industriepolitik in den vergangenen Jahren nicht mit der notwendigen Priorität betrieben. Wo ist die industriepolitische Strategie dieser Stadt? Wo ist der permanente Dialog mit unseren großen Arbeitgebern? Wo sind konkrete Initiativen, um Investitionen und industrielle Arbeitsplätze in Hannover zu halten? Eine Stadt mit der industriellen Tradition Hannovers darf nicht erst aktiv werden, wenn Standorte bereits auf der Kippe stehen", betont Semper.

Wir fordern deshalb, die Sicherung des VW-Standorts Stöcken zur Chefsache zu machen. Notwendig ist ein gemeinsames Vorgehen von Stadt, Region, Land, Bund, Volkswagen und Arbeitnehmervertretungen. Dabei muss auch konkret geprüft werden, welche Rahmenbedingungen Hannover selbst verbessern kann – von schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren über Flächen- und Infrastrukturfragen bis hin zu einer aktiveren Begleitung zukünftiger Investitionen.

Unser Anspruch muss sein: Industrie hat in Hannover nicht nur eine Vergangenheit, sondern eine Zukunft. Dafür braucht es wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und eine Stadtspitze, die sich persönlich um ihre großen Arbeitgeber kümmert. Stöcken darf nicht zum Symbol einer Politik werden, die den Industriestandort Deutschland Stück für Stück schwächt.

Wir werden das Thema auch in die politischen Gremien der Landeshauptstadt einbringen. Jetzt geht es nicht um parteipolitische Befindlichkeiten. Es geht um Arbeitsplätze, Familien und die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt. Unsere Botschaft an die Beschäftigten ist klar: Wir stehen an ihrer Seite. Und unsere Botschaft an Volkswagen ist ebenso klar: Hannover will diesen Standort. Wir werden für Stöcken kämpfen.